25. Februar 2026
Die Schweiz erlebt derzeit so viele Versorgungsengpässe wie selten zuvor. Über 700 Medikamente sind momentan nicht lieferbar – von einfachen Schmerzmitteln über Antibiotika bis hin zu Medikamenten für komplexe Therapien. Die Ursachen sind vielfältig und meistens global. Die internationalen Lieferketten sind fragiler geworden, und die starke Abhängigkeit von der Wirkstoffproduktion in Fernost ist auch in der Schweiz deutlich spürbar.
Für Apotheken, Arztpraxen und Spitäler bedeutet das zusätzlichen Aufwand und eine anhaltende Unsicherheit in der Versorgung.
Auch der Bund erkennt die Dringlichkeit der Situation und arbeitet an einer nationalen Strategie zur Verbesserung der Versorgungssicherheit – unter anderem mit umfassenderen Pflichtlagern, einem nationalen Frühwarnsystem und der Stärkung der inländischen Produktion.
Das Rückgrat der regionalen Versorgung
Im Kontext von Wholesale & Logistics trägt UFD täglich zur Stabilität der Versorgung im Kanton Tessin bei und beliefert Apotheken, Spitäler und Gesundheitseinrichtungen zuverlässig.
Das Logistiknetzwerk der Gruppe stellt sicher, dass rund 99 Prozent aller lieferbaren Medikamente innerhalb von 24 Stunden verfügbar sind. Sind Produkte jedoch bereits vorgelagert in der Lieferkette nicht verfügbar, stossen auch Grosshändler an objektive Grenzen.
Fünf Ansätze für sichere Versorgung:
1. Zusammenarbeit mit Behörden und Herstellern
Wholesale & Logistics steht im engen Austausch mit Behörden und internationalen Herstellern, um bei Bedarf Sonderlösungen oder gezielte Importe zu ermöglichen. Dieses Zusammenspiel ist essenziell für die Versorgungssicherheit.
2. Höhere Bestände – schnelle Reaktion
Innerhalb des Netzwerks werden Reserven für kritische Medikamente gehalten, um kurzfristige Engpässe abzufedern und die Stabilität der Versorgung sicherzustellen.
3. Datenbasierte Steuerung
Moderne Betriebs- und Lagerverwaltungssysteme ermöglichen es, Trends frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu reagieren. Diese vorausschauende Steuerung gewinnt zunehmend an Bedeutung – sowohl regional als auch national.
4. Rolle der Apotheken
Bei Nichtverfügbarkeit beraten Apotheken intensiver und können – sofern kantonal bewilligt – bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente selbst herstellen.
5. Moderne Logistik als Sicherheitsfaktor
In den Logistikzentren der Gruppe sorgt ein hoher Automatisierungsgrad für Effizienz und Zuverlässigkeit. Technologische Innovationen, digitale Prozesse und automatisierte Systeme erhöhen die Prozesssicherheit entlang der gesamten Lieferkette.
Blick nach vorn
Wholesale & Logistics investiert weiter in Lagerkapazitäten, neue Lieferquellen, digitale Instrumente sowie in den Ausbau der Prognosefähigkeit – unter anderem mittels künstlicher Intelligenz.
Das Ziel ist klar: Auch in einem anspruchsvollen internationalen Umfeld soll die Versorgung der Bevölkerung zuverlässig gewährleistet bleiben.